Druckformherstellung

Die Druckformherstellung gliedert sich in zwei Bereiche: den Datenempfang und die Plattenbelichtung. Beim Empfang werden die eingehenden Datensätze auf mehreren Servern gespeichert. Dabei handelt es sich, je nach Druckauftrag, um bereits gerippte TiFF-G4-Datensätze oder um noch in speziellen Templates zu platzierende und zu rippende pdf-Daten.

Die fertigen Seiten werden zum Belichten über das zentrale Produktions-Steuerungssystem, AGFA:Arkitex, auf einen der sechs AGFA:Polaris CtP-Belichter freigegeben. Die CTP-Belichter sind mit einer Laserdiode mit 405 nm Wellenlänge (violettes Licht) und einer Leistung von 60 mW ausgestattet. Der Violett-Photopolymerprozess zeichnet sich dabei durch einen sehr stabilen Belichtungsprozess, hohe Belichtungsqualität und geringen Energieverbrauch aus. Pro Stunde können so auf den vorhandenen sechs Linien bis zu 850 Platten verarbeitet werden.

Die lichtempfindliche Polymerschicht der Druckplatte wird durch den auftreffenden
Laserstrahl ausgehärtet und druckt später. Die nicht belichteten Schichtstellen auf der Platte werden im Entwicklerbad abgelöst, anschließend wird die Platte gummiert. Die fertig entwickelte Druckform ist nun lichtunempfindlich und wird an den Abkanter übergeben. In diesem Aggregat wird sie anhand aufbelichteter Passkreuze durch ein Videosystem ausgerichtet, abgekantet, gestanzt und an die automatische Platten-Sortier-Anlage weitergeleitet. Über ein Transportband, an das alle CtP-Anlagen angeschlossen sind, werden die Druckplatten zu den 66 Auslagefächern geführt und dort produkt,- seiten- oder farbbezogen abgelegt. Dabei kann ein Fach bis zu 30 Druckplatten aufnehmen.

Gunnar Striewski (Ltg.)
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